DownUnder mit Nadine und Philipp

 
12August
2013

Bangkok

Nach unserem kleinen Mittagsschlaf schnappten wir uns auf der Straße das nächste Taxi und fuhren zur Khao San Road. Die Bahnverbindungen sind hier nicht gut und zu Fuß waren uns die knapp 10 km dann doch zu weit. Die Fahrt war sehr aufregend, wir würden uns jedenfalls nicht trauen hier Auto zu fahren. Als wir aus dem stark gekühlten Fahrzeug ausstiegen, bekamen wir einen leichten Hitzeschlag, da es total drückend war. Viele Stände und kleine Läden füllten die nicht befahrbare Straße. Um unseren Hunger zu stillen, gingen wir erst einmal etwas essen. Anschließend schlenderten wir von Stand zu Stand die Straße entlang. Die vielen Massagesalons bieten hier im übrigen auch Fußbehandlungen bei Dr. Fisch an. Das entdeckten wir bereits auf Koh Samui für uns und machten es auch noch einmal in Bangkok. Die kleinen Fische stürzen sich in Scharen auf die Füße und knabbern alte Hautschuppen ab. Am Abend fuhren wir wieder mit dem Taxi zum Hotel. Es dauerte auch eine Weile, bis wir eins fanden, da die vorherigen viel zu viel Geld verlangten. An dem Tourdesk vor unserem Hotel buchten wir für den nächsten Tag eine Besichtigung vom Tiger Tempel. Etwas außerhalb von Bangkok gibt es einem Tempel, welcher von Mönchen bewohnt wird, welche nach einer früheren Geschichte, wo ihnen ein kleiner Tiger zugelaufen sei, sich um Tiger kümmern.

Unwissend wurden wir im übrigen noch von der Rezeption darauf hingewiesen, dass wir Frühstück in unserer Buchung inbegriffen haben. Nachdem wir uns also beim Frühstücksbuffet ausreichend stärkten, ging es dann los. Tom, unser Fahrer, fuhr uns mit seinem Wagen die ganze lange Strecke bis zum Palast. Die Fahrt war sehr lustig, er spielte laut Musik und zwischendurch konnten wir einen Film schauen. Wir fuhren 4 Stunden, da die Straßen komplett überfüllt waren. Bevor wir den 'Tempel' betreten durften, musste ich mir noch eine Jacke von Tom überhängen und eine Shorts von ihm überziehen, wir wussten ehrlich gesagt nicht, dass auch dort die Schultern und Knie der Frau bedeckt sein müssen. Das Gelände sah furchtbar aus, alles wirkte, als hätte sich nie jemand um die Anlage gekümmert. Alte, kaum lesbare Schilder wiesen uns den Weg zum 'Tiger Canyon'. Eine Mitarbeiterin des Tempels riss uns auseinander und versuchte uns zu erklären, dass wir nur einzeln den Canyon betreten dürften, es sei denn wir wollten ein Foto mit dem Kopf eines Tigers auf unseren Beinen, für umgerechnet 25€, dann hätten wir zusammen gehen dürfen. Es ging alles sehr schnell, Philipp wurde von einer Thaifrau am Arm gepackt und hinter ca. 6 verschiedene Tiger gesetzt. Ich beobachtete derzeit alles von außen. Ich konnte es kaum fassen, was dort vor meinen Augen geschah. Ca. 15 - 20 Tiger lagen reglos in der prallen Sonne, ihre Körper pumpten förmlich, so schwer schnappten sie nach Luft. Einer der Tiger lag schlafend mit dem Kopf auf seinen Pfoten. Für das perfekte Tourifoto hob ein Mitarbeiter des Tempels seinen Schädel, legte ihn der Frau in den Schoss und schoss schnell zwei Bilder. Alles musste schnell gehen, denn die nächsten Touristen warteten schon! Nach dem Foto hob der Mitarbeiter den Kopf des Tigers wieder zurück auf den Boden, er ließ alles regungslos über sich ergehen. Dann sah ich wie Philipp von einem Tiger zum nächsten gehetzt wurde. Am liebsten hätte ich auf der Stelle Kehrt gemacht, aber es war schon zu spät. Ein Mitarbeiter zog mich an meiner Hand und führte mich schnellen Schrittes zum ersten Tiger. Ich wusste nicht ob ich weinen oder versuchen sollte zu grinsen. Der Tiger nahm mich gar nicht wahr, als meine Hand auf seinen Rücken gelegt wurde, zeigte er keine Reaktion. Auch die nächsten Tiger, hinter welche ich mich hocken sollte, liegen regungslos dort. Alle waren an einer kurzen Kette angeleint. Ich konnte mich nicht groß umschauen, es ging alles zu schnell. Philipp wartete draußen, hinter dem Gitter. Er blickte ebenfalls fassungslos auf die armen Geschöpfe. Wir wissen nicht, was mit den Tieren verkehrt war, allerdings gehen wir davon aus, dass diese mit Berühgungsmitteln ruhig gestellt wurden. Völlig geschockt gingen wir weiter den Trampelpfad eintlang. Ein relativ kleines Gehege mit einem Wasserfall beherbergte 3 weitere Wildkatzen. Diese stiefelten putzmunter über das Gras und spielten im Wasser. Nebenan versammelte sich eine Menschenmenge. Ein kleines Tigerbaby war der Grund dafür. Alle rissen sich um ein Foto mit dem Kleinen. Wir schauten uns alles aus der Ferne an, dann verließen wir das Gelände. auf dem Weg nach draußen erfreuten wir uns an munteren Kühen und Wasserbüffeln, die hier frei herumliefen. Es war alles grausam, wir waren sprachlos. Unser Fahrer empfing uns nach einer halben Stunde Wartezeit an der Straße, er hatte wahrscheinlich nicht damit gerechnet, dass wir so schnell wieder herauskommen würden. Wir schwiegen uns bis zum nächsten Stopp an, die Gedanken waren bei den Tigern. Was geschieht, wenn die ganzen Touristen verschwunden sind? Was stimmte nicht mit den Tieren? Und was hat das noch mit Buddhismus zu tun? Fragen, die wir nicht beantworten konnten. Wir hielten an einer Brücke, aus dem zweiten Weltkrieg. Nach kurzer Besichtigung holten wir uns eine Kleinigkeit zu essen. Es fing dann aus Eimern an zu gießen. Auch die Rückfahrt dauerte wieder ziemlich lang. Erst um halb 9 erreichten wir wieder das Hotel. Dort erkundigten wir uns noch nach einem Airportshuttle für Montagmorgen, dann gingen wir schlafen.

Noch am Vorabend erhielten wir die freudige Nachricht, dass Morry und Sammy ihren Flug umbuchten und einen Tag eher nach Bangkok aus Samui reisen würden, weil sie gerne noch einmal einen Tag mit uns verbringen wollten. Wir machten uns dann am Sonntagmorgen auf den Weg zu deren Hotel. Dem Taxifahrer sagte der Hotelname irgendwie nichts, so fuhren wir erstmal guten Gewissens in die grobe Richtung. Während der Fahrt fragte er immer wieder Menschen nach dem Hotel. Er setzte uns dann letztendlich leider beim falschen aus, aber ein Portier konnte uns weiterhelfen und zeigte uns die Richtung. Zum Glück trafen wir die beiden dann auch draußen in einem Café, wo sie nach uns ausschau hielten. Wir stiegen dann direkt in ein Tuktuk und hofften, dass wir am richtigen Ort abgesetzt werden würden. Meistens hat man nämlich bei den Tuktuks das 'Glück', dass einem die Fahrer viel lieber andere Sehenswürdigkeiten zeigen möchten. Nach einer wilden Fahrt ließ er uns dann aber wie gewünscht beim Weekendmarkt raus. Bei der stickigen Luft liefen wir durch die vielen Gassen und versuchten nicht ganz so viel zu schwitzen. Super viele Klamotten, Antiquitäten, Lederwaren und die verschiedensten Tiere konnte man hier kaufen. Wirklich strukturiert war unsere Vorgehensweise nicht, es gab zwar einen Plan, aber durch die vielen kleinen und engen Gassen wäre man auch mit Hilfe dieses nicht durchgestigen. So dauerte es auch eine Weile, bis wir aus der Tierabteilung wieder heraus fanden. Fische jeder Art und Größe, Streifenhörnchen, Affen, kleine Hundewelpen oder noch nackige Babypapageien, alles war hier zu bekommen. Nachdem wir an einem Straßenstand einen kurzen Stopp einlegten, unsere Mägen füllten und uns die Schweißperlen von der Stirn wischten, schlenderten wir noch eine Weile weiter durch den Markt. Anschließend ging es wieder mit dem Tuktuk zurück zur Kaho San Road. Bei einem Starbucks stärkten wir uns mit einem kalten Eiskaffee. Es muss so 17 Uhr gewesen sein, jedenfalls entschieden wir uns dann spontan noch zu einer Bootsfahrt auf dem (keine Ahnung, wir haben den Namen vergessen) River. Mit einem Longtail Boot wurden wir zu viert über den breiten Fluss gefahren, dann zeigte uns der Fahrer wie die Thailänder hier leben. Fernab von den ganzen Hotels schipperten wir an Holzhütten vorbei. Die freundlichen Thais winkten uns fröhlich zu. Auch wenn wir die Umstände dort alles andere als schön fanden, zeigten sie uns, dass sie sich dort wohl fühlen. Neben den brüchigen Hütten viel uns vor allem der ganze Müll auf, der neben uns herumschwomm. 1,5 Stunden dauerte die erholsame Tour. Dann gingen wir die Khao San Road entlang, Morry und Phil kosteten an einem Stand zwei verschiedene Madensorten, vielleicht waren es auch dicke Würmer, jedenfalls nicht unbedingt mein Geschmack:D aber diese Tiere sollen tatsächlich geschmeckt haben!! Anschließend gingen wir dann etwas richtiges essen. An einem eigentlich eher ausladenden Lokal machten wir es uns bequem. Grade das ist das was Bangkok irgendwie ausmacht. Man geht nicht in den etwas teureren Restaurants essen, in denen man vielleicht schön sitzt, man geht dort essen wo man in die 'Küche' schauen kann, auch wenn das dort nicht unbedingt immer dem gewohnten deutschen Hygienestandard entspricht. Geschmeckt hat es uns dort sehr gut und wir hatten einen sehr netten Abend mit den beiden Stuttgartern. Leider mussten wir uns dann schon wieder verabschieden.  

Um 5:30 Uhr stand unser Fahrer vor dem Hotel. Schneller als gedacht erreichten wir dann Bangkoks internationalen Flughafen. Nachdem wir der Dame von Etihad erklärten, dass wir unser Gepäck in Abu Dhabi wiederbrauchen und es nicht sofort nach Frankfurt geschickt werden soll, ging alles sehr schnell. Nach ziemlich genau 6 Flugstunden landeten wir an dem kleinen Privatflughafen von Etihad in Abu Dhabi. Nun sind wir im nicht weit entfernten Hotel auf Yas Island untergekommen. Bei 40 Grad entspannten wir heute nur am Pool. Morgen in der Früh geht es dann weiter nach Frankfurt. Mittags werden wir dort landen und dann am Nachmittag mit dem ICE uns auf den Weg in die Heimat, Hannover, machen. 

Wir freuen uns auf euch und auf das heimische Essen, aber ganz und gar nicht auf das regnerische deutsche Wetter. Bis morgen oder die Tage. Allerliebste Grüße, zum letzten Mal nun vom Reiseblog, Nadine und Phil.

11August
2013

Koh Samui

Irgendwie ist es kaum vorstellbar, dass sich unsere 6-monatige Reise nun dem Ende neigt. Bald 'müssen' wir keine Blogeinträge mehr schreiben, nicht alles fotografieren und auch nicht per Skype mit euch kommunizieren, denn dann können wir euch auch einfach einen Besuch abstatten.

Den Tag verbrachten wir am Strand auf unseren Liegen. Am frühen Nachmittag gingen wir wieder aufs Hotelzimmer. Der Himmel zog sich plötzlich total zu und als wir gerade unser Zimmer betraten, fing es aus Eimern an zu schütten. Es regnete so stark, dass selbst das Dach des Hotels das nicht aushielt. Wir wohnten in der obersten Etage und bemerketen glücklicherweise rechtzeitig, wie es von der Decke tropfte. Alle Handtücher, die wir finden konnten, legten wir auf den Boden. Nachdem wir an der Rezeption den Wasserschaden meldeten, bekamen wir ein neues Zimmer. Diesmal in der ersten Etage. Am Abend bummelten wir durch die vielen kleinen Läden, die sich in der angrenzenden Straße befanden. Wir gingen dann in ein Restaurant, wo wir frisch gegrilltes Fleisch und Fisch bekamen. Der nächste Tag verlief ähnlich ruhig.

Freitag nach dem Frühstück mieteten wir uns einen Roller, der uns zum Hotel geliefert wurde. Ohne den Führerschein vorzeigen zu müssen, ging es dann los. Da Philipp noch nie Roller gefahren ist und Thailand nicht unbedingt der beste Ort dafür ist dies zu lernen, setzte er sich bei mir hinten drauf. Mit unser kleinen Manchester United Maschine flitzten wir einmal um die Insel Koh Samui. Einen Plan hatten wir nicht dabei, wir folgten einfach der Hauptstraße. Tanken mussten wir zwei Flaschen mit einer Gasolinefüllung, die aussah wie Himbeersaft. Zuerst hielten wir an einem sehr unspektakulären Wasserfall. Dann ging es spontan zu einem Großmarkt, wo man frisches Essen bekommen konnte. Wir allerdings, liefen mit zugehaltenen Nasen durch die kleinen Gassen. Fisch und Fleisch lag ungekühlt auf Platten und über ihnen befanden sich kleine Lüfter, die die Fliegen fernhalten sollten, geklappt hat das allerdings nicht. Wir blieben nicht lange dort. Anschließend hielten wir noch am Ferenanleger und liefen durch kleine Einkaufsgassen. Der letzte erwähnenswerte Halt war der Chaweng Beach, welcher an unseren Lamai Beach angrenzt. Wir machten Bekanntschaft mit einem Straßenhund. Er löste so viel Mitleid in uns aus, dass wir im Supermarkt Hundefutter für ihn kaufen wollten. Vor dem Markt entdeckten wir dann aber einen kleinen Stand. Wir kauften dann einen Fleischspieß und fütterten ihn, am liebsten hätten wir ihn mitgenommen! Anschließend verbrachten wir spontan viel Zeit bei einem thailändischen Schneider. Er machte Philipp ein Angebot über einen maßgeschneiderten Anzug aus dem Stoff seiner Wahl. Letztendlich konnte sich Phil dann aber nicht entscheiden und beschloss noch einmal eine Nacht darüber zu schlafen. Zurück in Lamai, als wir am Abend wieder die lange Straße langspazierten, entdeckten wir ein deutsches Reisebüro. Wir holten uns dort einige Infos ein, unter anderem informierten wir uns über ein paar Touren und hörten uns die Möglichkeiten an, wie man nach Bangkok kommen kann. Eins stand fest, wir wollten nicht noch einmal mit einem Minibus fahren müssen.

Da über Nacht der Wille, den Anzug zu kaufen, siegte, leihten wir uns noch einmal einen Roller und düsten ca. 20 Minuten bis zu dem Schneider. Anschließend fuhren wir wieder zu unserem Hotel und legten uns an den Pool. Es dauerte aber nicht lange, bis es anfing zu regnen und wir den Poolaufenthalt abrachen. Am Abend buchten wir eine Halbtagstour in dem deutschen Reisebüro, sowie den Bus nach Bangkok. Bei dem Bus handelt es sich um einen komfortablen Übernachtbus. Mit unserem Hotel auf Koh Samui konnten wir bereits vorab klären, dass es zum Glück kein Problem sei einen Tag eher auszuchecken. Für die Übernachtung im Bus brauchen wir schließlich nicht noch die Nacht im Hotel bezahlen. Ab 10 Uhr fanden Thaiboxkämpfe inmitten des Barviertels statt. Eintritt kostete es keinen, die Voraussetzung war allerdings, dass man sich einen Drink kaufte. Wir schauten uns vier von sechs Kämpfen an. Es lief schon sehr viel anders, als wir es vom normalen Boxen aus Deutschland kennen. Bevor es überhaupt losging, betete jeder Kämpfer. Es waren zwei Männer und zwei Frauenkämpfe. Die Frauenkämpfe waren eher lustig und man konnte es nicht ganz so ernst nehmen. Es hätte eigentlich nur noch gefehlt, wenn sie sich die Handschuhe ausgezogen und an den Haaren gezogen hätten. Der letzte Männerkampf war besonders gut. Es war bemerkenswert wie schnell sich die jungen Boxer bewegten und wie kräftig sie gegen die Brust des anderen traten.

Sonntag verbrachten wir gemütlich in der Sonne, es war fast ein Tag, wie man ihn aus dem Bilderbuch kennt. Die Sonne schien und der Himmel war hellblau. Nachdem wir am Abend im Grill House aßen, gingen wir noch über einen Straßenmarkt, in der Nähe unseres Hotels. Wir hatten den Tipp von Clemens aus dem Reisebüro bekommen. Es war total viel los auf der abgesperrten Straße. Ein Schmuckstand reihte sich an den nächsten und auch das Angebot von Taschen und Klamotten war sehr groß. In einer Querstraße boten viele Thais ihre Spezialitäten an. Wir tranken zum Beispiel einen Cocktail, für umgerechnet etwas über einen Euro. Philipp traute sich dann noch an einen, in roter Farbe marinierten, Hähnchenspieß. Vorab fragten wir die Thaifrau, ob es scharf sein würde. Sie erwiderte lediglich, dass man es kaum schmecken würde. Hätte man Philipp ein Streichholz vor den Mund gehalten, hätte er es wohlmöglich zum Brennen gebracht. Dann machten wir uns auf den Heimweg.

Am Montag wurden wir um 8:20 Uhr vor unserem Hotel eingesammelt. Wir waren die ersten, die eingeladen wurden. Beim nächsten Hotel sammelten wir Morry und Sammy ein, die wir im Laufe des Tages kennenlernten. Wir wurden zu einem thailändischen Haus gefahren, wo wir von einem sehr netten Thai empfangen wurden. Eine neuseeländische Familie vervollständigte dann unsere Gruppe. Nach einer kurzen Einweisung wurde uns dann gezeigt, wie man ein thailändisches Curry zubereitet. Anschließend durften wir es mit einer kleinen Portion Reis probieren. Phil und ich bekamen nicht ganz so viel runter, da es total scharf war, außerdem hatten wir morgens um 9 nicht wirklich hunger. Durch seinen Garten ging es dann zu einigen Palmen, an denen Kokusnüsse hingen. Ein kleiner Affe saß auf einem Baumstamm und trank Milch. Dann führte er uns vor, wie er die großen Nüsse von den Bäumen bekommt. Unser Guide zeigte uns wie man die Kokusnussmilch gewinnt und das frische Fleisch. Nachdem er uns noch zahlreiche weitere Früchte zeigte, die in seinem Garten wuchsen, fuhren wir dann weiter zu einem Wasserfall. Anschließend konnte man für teures Geld Bananen kaufen, die man dann an einen angeketteten Elefanten verfüttern konnte. Wir haben das nicht unterstützt, der Elefant sah leider alles andere als normal aus, wippte die ganze Zeit auf der Stelle herum und konnte sich auf Grund der Fußkette kaum bewegen. Wir wurden dann zu einem Holzgerüst gebracht und in zweier Pärchen auf die Elefanten gesetzt. Unser Eli hieß Bang Bang. Ich durfte mich dann hinter den Kopf von ihm setzten und Philipp saß auf seinem Rücken auf einem Sofa. Wir ritten dann einen kleinen Parcours durch den Regenwald. Anschließend wurden wir wieder zum Hotel gefahren und verabredeten uns mit Samuel und Morry. Wir machten einen etwas längeren Strandspaziergang, bis wir die beiden dann fanden. Wir entspannten zusammen in der Sonne und verabredeten uns zum Abendessen. 

Dienstag bekamen wir am Mittag besuch von Phils Schneider. Alles saß wie angegossen, nur an der Hose musste eine kleine Veränderung vorgenommen werden. Nachmittags trafen wir uns wieder mit Sammy und Morry, verbrachten Zeit am Strand und verabredeten uns wieder zum Abendessen in einem richtig thailändischen Restaurant. Naja ich würde es nicht richtig als Restaurant bezeichnen, es kam eher einer Imbissbude gleich. Trotz der unansprechende Atmosphäre, hatten wir ein super leckeres Abendessen. Nach der Stärkung tranken wir in einer Bar ein paar Coktails und spielten einige Runden Billiard. 

Auch Mittwoch trafen wir uns wieder am Strand. Am Abend sind wir gemeinsam essen gegangen. Es gab gegrillten Fisch und Fleisch, so viel man wollte, zu einem günstigen Preis. Da es unser letzter Abend war, sind wir anschließend in einer sehr netten Bar etwas trinken gegangen. Wir saßen direkt am Meer, auf einem Bambusgestell. Nebenbei führte ein Barkeeper noch eine Feuershow vor.

Um halb 12 checkten wir am Donnerstag im Hotel aus. Die Koffer konnten wir an der Rezeption hinterlegen, dann gingen wir ein letztes Mal zum Strand. Morry und Samuel waren auch wieder dabei. Gegen 15 Uhr schnappten wir uns unser ganzes Gepäck und gingen zu einem Schweizer Bäcker, wir stärkten uns dort mit zwei Bretzeln und nahmen uns zwei trockene Brötchen für die anstehende Fahrt mit. Mit zwei Rollern wurden wir von dem Mann aus dem deutschen Reisebüro zur Bushaltestelle gefahren, wo es dann mit einem Minibus weiter zum großen Bus ging. Wir hatten total komfortable Sitze und eigentlich mehr Platz als im Flugzeug. Die Überfahrt mussten wir dann aber außerhalb des Busses verbringen. Es ging dann weiter, wir legten anfangs ziemlich viele Stopps ein, um 10 Uhr bekamen wir sogar ein kostenfreies Abendessen in einer großen Halle. Wir haben aber nichts essen können, außer trockenen Reis. Der Rest, von dem man sich bedienen konnte, war viel zu scharf. Die Fahrt war insgesamt sehr holprig, richtig tief schlafen konnten wir kaum und irgendwie war mir die ganze Zeit, trotz eingeworfener Reisetablette, übel. Wir wissen nicht genau, wann wir letztendlich ankamen, aber ich denke es war so kurz nach 6. von der Bushaltestelle in Bangkok war es noch eine knappe Dreiviertelstunde Taxifahrt bis zu unserem Hotel. Dort angekommen mussten wir noch eine Weile auf unser Zimmer warten. Wir waren so müde, dass wir auf den Sofas vor der Rezeption ein Nickerchen hielten. Um 20 vor 10 weckte uns jemand und gab uns die Zimmerkarte. In dem sehr bequemen Bett schliefen wir dann auch nochmal knapp 2 Stunden. Habt ein schönes Wochenende.

Bis bald, Nadine und Philipp

31Juli
2013

Phuket

Der Wettergott scheint bis jetzt wirklich zum Glück auf unserer Seite zu sein und uns, trotznder Regenzeit, von dem schlechten Wetter zu verschonen. Der erste Tag war zwar alles andere als schön, es regnete viel und war durchgehend bewölkt, aber die darauffolgenden Tage waren echt super. Es dauerte nicht lange, bis wir uns den ersten Sonnenbrand zuzogen. 

Dienstag, den Tag der Ankunft verbrachten wir erst einmal in unserem Hotelzimmer. Das Zimmer war ganz schön, wenn man nicht genauer hinsah. Leider hatten wir die ersten beiden Tage immer Besuch von einer Herde Ameisen, aber nachdem ich so ziemlich alle mit Hilfe des Sagrotansprays und ein bisschen Klopapier umbringen musste, lief uns auch nur noch ab und zu eine über den Weg. Wir schliefen erst einmal eine ganze Weile, da die halbe Nacht am Flughafen und die paar Stunden im Flugzeug nicht ganz ausreichend waren. Als wir aufwachten wurden wir langsam hungrig. Unten an der Rezeption erkundigten wir uns nach einem guten Lokal in der Nähe. Nachdem die Dame uns ein paar Tipps gab, legte sie uns noch zwei Zettel auf den Tisch und bat uns diese auszufüllen. Auf den Zetteln mussten wir zwischen einem amerikanischen Frühstücksmenü, welches Toast, Croissant, Eier, Saft und Obst beinhaltete oder einem asiatischem Frühstück, hier hatte man die Auswahl zwischen verschiedenen Reisgerichten. Nachdem wir unsere Kreuze setzten mussten wir uns entscheiden, ob wir zu einer bestimmten Zeit in unserem Zimmer speisen möchten oder ob wir das Essen in der Lobby zu uns nehmen möchten. Naja wir gewöhnten uns schnell an den Service im Bett zu essen :D, auch wenn das Essen nicht unbedingt gut war. Jedenfalls spazierten wir danach die Straße bis zur Strandpromenade runter. Bevor wir uns in ein Restaurant setzten warfen wir einen Blick auf den Strand . Schon auf dem Weg dorthin viel uns der ganze Schmutz auf und auch der Strandabschnitt, der eigentlich bestimmt schön ist, glich fast einer Müllhalde . Wir gingen zu dem Lokal, was uns die Dame an der Rezeption empfahl. Hätten wir uns dort hingesetzt, wären wir die einzigen Gäste gewesen, die das Personal hätte bewirten müssen und wirklich einladend sah es nicht aus. Wir machten uns also weiter auf Nahrungssuche, kamen sogar vorbei an zwei Subway Restaurants. Niedergelassen haben wir uns dann im Buffalo Steak House. Für insgesamt 12 € bekamen wir eine Vorspeise, zwei Hauptgerichte und zwei Getränke. Gesättigt gingen wir dann schnellen Schrittes, es regnete mittlerweile, wieder zurück zu unserem Hotel. 

Mittwochmorgen regnete es draußen wieder und der Himmel war bedeckt. Als unser Frühstück ins Zimmer gefahren wurde, waren wir erst einmal von dem schlechten Wetter abgelenkt. Gegen Mittag lockerte es draußen auf. Wir gingen hoch auf das Dach, wo sich ein Pool und ein paar Liegen befanden . Es war sehr warm, auch wenn die Sonne sich nur ab und zu mal hinter den Wolken blicken ließ. Immerhin hatten wir mal etwas Abwechslung und hockten nicht den ganzen Tag im Zimmer. Der Himmel wurde immer klarer. Am Abend gingen wir zu einem Lokal, direkt vorne an der Ecke der selben Straße unseres Hotels. Das Essen war sehr schlecht, wir beschlossen nicht noch einmal dorthin zu gehen. Anschließend nutzten wir die Happy Hour in unserer Hotelbar und tranken zwei Cocktails. Nebenbei bemerkte ich wie eine dicke Ratte über die Straße flitzte und in der Gasse hinter unserem Hotel verschwand. Baah, das war echt eklig. 

Donnerstag begannen wir wieder mit dem tollen In-Room-Service. Da wir uns am Mittwoch ein wenig unsere Körper in der Sonne verbrannten, cremten wir uns gründlich ein und legten uns dann wieder zum Pool, aber diesmal in den Schatten :) Nachdem wir uns in unserem Zimmer abgekühlt hatten, gingen wir nach draußen um unsere hungrigen Mägen zu füllen. Gestrandet sind wir eine Straße weiter im Mövenpick Resort. Der vertraute Name lockte uns, gerade nach der Pleite vom Vorabend, in das Restaurant. Wir saßen draußen im Sand, tranken leckere Cocktails und bekamen frische Pizzen aus dem Steinofen . Es gefiel uns dort sehr gut. Auf dem Rückweg schlenderten wir noch über einen Straßenmarkt. Hier konnte man Schmuck, Schuhe, Taschen und Textilien bekommen. So langsam wurde es uns dann doch ein wenig langweilig, den ganzen Tag nichts zu tun. Nachdem wir tagsüber wieder nicht sonderlich aktiv waren, gingen wir am Abend nach dem Essen zu einem kleinen Infostand. Eigentlich wollten wir uns eine Flasche Wasser in einem Kiosk kaufen, dann sahen wir die ganzen Plakate und Prospekte und blieben interessiert stehen. Wir kamen mit dem Mann ins Gespräch und er holte uns zwei Prospekte hervor, als wir ihn nach einem schönen Ausflug fragten. Nach kurzer Verhandlung einigten wir uns dann auf einen Preis und buchten eine Tour zur James Bond Insel, direkt für den nächsten Tag. 

Zwischen 8 und 8:20 Uhr sollte uns ein kleiner Bus vor unserem Hotel einsammeln und zum Hafen fahren. Wir warteten in der Lobby. Um 8:20 Uhr erschien dann der Kleinbus und wir fuhren etwas über eine Stunde, bis wir den Pier erreichten. Wir bekamen kleine grüne Nummern auf unsere Shorts geklebt, die unserem Guide deutlich machten, dass wir zu ihm gehören. Mit einer großen Gruppe gingen wir dann den langen Steg entlang. Mit Bananen wurden wir auf dem Schiff empfangen, dann ging die Fahrt los. Vorbei an zahlreichen kleinen, unbewohnten Inseln , kamen wir zu unserem ersten Ziel. Es war eine Insel, die mit viel Fantasie aussah wie eine liegende Frau. Vor unserem angehaltenen Boot versammelten sich kleine Kajaks . Nummer eins wurde als erstes aufgerufen, das waren wir. Mit einem großen Schritt stiegen wir in das wackelige Schlauchboot. Unser 'Fahrer' fuhr mit uns in eine kleine Höhle, unterhalb der Insel . Es war sehr düster. Ein bestialischer Gestank zog durch unsere Nasen. Unser Paddler leuchtete mit einer Lampe an die Decke und wir sahen lauter kleine Batmans. Die Fledermäuse hielten hier Mittagsschlaf und ließen sich von uns nicht stören. Es ging dann eine ganze Zeit in der Dunkelheit weiter. Als wir am Ende angelangten mussten wir uns hinlegen, weil die Decke so tief war. Das Wasser leuchtete hier hinten neongrün . Dann brachte er uns wieder zurück zum Schiff. Der nächste Halt war wieder eine wunderschöne Insel . Wir wurden in die Kajaks geladen und erkundeten mit unserem Guide die Gegend. Zwischen zwei Inseln paddelte er uns hindurch . Es war als würden wir unter einem Wald hindurch fahren , so bewachsen war es. Ein Stück weiter konnten wir auf kleine, andere Inseln blicken. Nach diesem Ausflug bekamen wir auf dem Boot Mittagessen serviert. Es gab ein Buffet mit Reis, Huhn, frittierten Möhren und Bohnen und anderen Kleinigkeiten. Wir aßen nicht sonderlich viel. Der nächste Stopp war die James Bond Insel . Wir hielten ein paar Meter davor und wurden dann mit langen Taxibooten zum Steg befördert. Es gabe eine Menge kleine Stände, für die Personen, die shoppen wollten. Der berühmte Felsen erlangte seine Bekanntheit im übrigen aus einem alten James Bond Film aus dem Jahre 1974. Es war eine Menge los, wir konnten dennoch schöne Fotos schießen und den Anblick genießen . Ein Crewmitglied des Bootes erzählte uns dann noch, dass wir einen großen Felsen auf der Insel berühren sollen um ein lebenlang Glück zu haben. Das taten wir. Nach 30 Minuten Aufenthalt fuhren wir vor eine weitere Insel, dort durften wir im warmen Meerwasser baden. Anschließend machten wir uns auf dem Heimweg. Ein paar Seeadler unterhielten uns eine ganze Weile und begleiteten uns auf unserem Weg . Bevor wir den Pier erreichten gab es noch eine kleine Show. Zwei 'Ladyboys' bespaßten die, nicht unbedingt darüber erfreuten, Männer. Auch wenn sich Philipp am liebsten von Bort geworfen hätte, blieb er natürlich nicht verschont. Die, als Frauen verkleideten, Männer tanzten um ihn herum, es war ihm sichtlich unangenehm . Vom Hafen aus ging es dann wieder mit dem Minibus zum Hotel.

Der Sonntag verlief wie die anderen Tage auch. Sehr ruhig und entspannend. Am Nachmittag gingen wir zum Strand und spazierten eine Weile am Wasser entlang. Ob Plastiktüten, Flaschen oder anderer Abfall, es lag alles am Strand herum. Wir können bis heute nicht verstehen, wie man so mit seinem Meer umgehen kann. Vielleicht liegt es daran, dass momentan nicht die Hochsaison ist, vielleicht aber auch grade weil es hier so eine Touristenhochburg ist. Wir wissen es nicht. Am Abend gingen wir nicht in das bekannte Mövenpickrestaurant sondern probierten ein anderes Lokal. Es war gut besucht. Wir aßen Reis mit Fleisch und einer milden Soße, anschließend tranken wir noch einen Coktail. Pina Colada aus einer Kokusnuss und einen fruchtigen Mai Tai aus einer Ananas. 

Montagmorgen wachte ich mit starken Bauchkrämpfen auf. Philipp ging es noch ganz gut, zumindest so gut, dass er das Frühstück aß. Durchfall begleitete mich den ganzen Tag und auch bei Phil fing es kurze Zeit, nachdem er morgens etwas aß, an. Wir bereuten es, nicht wieder in das Mövenpick gegangen zu sein. Obwohl wir immer so vorsichtig sind, nur in gut besuchte Lokals gehen und nicht vom Straßenstand nebenan essen, hatten wir uns den Magen verdorben. Zwischen den Toilettengängen schliefen wir den ganzen Tag über. Am späten Nachmittag mussten wir uns dann aber nach draußen begegeben. Schließlich sollte die Reise am Dienstag weitergehen und wir hatten noch keine Ahnung wie wir nach Koh Samui kommen sollten. Gradewegs gingen wir zu einem kleinen Infostand und buchten für insgesamt 1000 Baht eine Fahrt mit einem Minibus und eine Überfahrt mit der Fähre. Mehr als eine kleine Cola bekamen wir dann auch nicht mehr hinunter.

Zwischen 7:45 und 8 Uhr wurden wir von dem Kleinbus eingesammelt. An der nächsten Ecke hielten wir aber wieder an, schließlich musste der Fahrer erst einmal entspannt eine Zigarette rauchen und eine Reistasche verschlingen! Wir waren insgesamt 10 Leute in dem Minibus. Ganz wohl war unseren Mägen zwar immer noch nicht, aber es ging uns schon besser. Schon nach einer Stunde verspührte der Fahrer wieder den Drang nach einer Zigarette. Wir machten eine halbe Stunde Pause, so konnte er seine konsumlust gleich für die nächsten zwei Stunden Fahrt vorholen und befriedigen. Der Fahrer heizte in einem unglaublichen Tempo, man mochte gar nicht hinsehen. Die Straßenverhältnisse in Thailand stellten wir uns noch viel schlimmer vor. Durch die rasante Fahrweise merkten wir aber jeden kleinen Huckel und wippten immer nach oben. Eine etwas ältere Dame schrie auf italienisch los und brüllte den Fahrer, der das natürlich nicht verstand, an. Daraufhin bat die Tochter der Dame den Fahrer, diesmal auf englisch, etwas langsamer zu fahren. Um 13 Uhr hielten wir. Obwohl kein Wasser in Sicht war, lud er unser gesamtes Gepäck auf die Straße und forderte uns auf auszusteigen. Wir verstanden nicht recht, was jetzt los war. Man hatte uns gesagt, dass wir von Phuket aus mit einem kleinen Bus zur Fähre gefahren werden. Aber hier war nirgends ein Fährenanleger! Auf Grund des plötzlichen Regens stellten wir uns alle in dem Vorgarten eines Hauses unter. Es gab hier auch eine Art Kiosk. Man erzählte uns dann, dass in ca einer Stunde der nächste Bus kommt, der dann noch einmal fast zwei Stunden bis zum Fährenanleger fahren würde. Philipp und ich schauten uns fragend an. Es war nun 13 Uhr. Bei der Buchung sagte die Frau uns, dass wir um 16 Uhr auf Koh Samui ankommen würden. Ein Mann, er schien der Besitzer der Beherbergung zu sein, nahm uns mit in einen kleinen Raum. Er erzählte uns, dass er einen Minibus für uns organisieren würde und es pro Person nur 300 Baht kosten würde. Um uns zu überzeugen bemerkte er, dass ein Taxi hingegen 1000 Baht bis zu unserem Hotel kosten würde. Wir erinnerten uns an die Taxifahrt vom Flughafen, die wir mit dem Australier teilten. Auch hier sollten wir ursprünglich 1000 Baht bezahlen. Da wir dem Mann glaubten buchten wir den Minibus. Philipp fiel dann auf, dass wir nicht ausreichend Bargeld hatten. Der Mann brachte ihn zu einem Motorroller und befahl einem seiner Männer ihn zu einem Bankautomaten zu fahren. Leichtsinnig stieg Philipp auf und fuhr mit ihm davon. Mir gingen die schlimmsten Gedanken durch den Kopf. Ich hatte nichts. Philipp hatte beide Pässe und die Kreditkarten. Ich betete, dass alles gut gehen würde. In der Zwischenzeit fragte ich nach der Toilette, ich sollte 12 Cent bezahlen (5 Baht). Ich verkniff es mir und wartete weiter. Als die Toilettendame nicht mehr dort stand ging ich einfach hinter die Tür mit der Aufschrift 'Toilette'. Wenn ich nicht so dringend gemusst hätte, dann wäre ich wieder rausgelaufen. Ich befand mich in einem kleinen Raum mit einem stinkenden Loch in der Mitte. Davor stand ein großer Eimer Wasser und eine ekelhafte Klobrille lag in der Ecke. Ich hielt die Luft an und war dann froh, als ich wieder draußen war und nach kurzer Zeit Philipp wohlbehalten mit dem Rollerfahrer ankommen sah.  Es fing wieder an zu regnen. Der Busfahrerer, der mittlerweile eingetroffen war, packte unsere Rucksäcke in den Kofferraum. Die Fahrt ging nun weiter. Auf den letzten Drücker erreichten wir die Fähre. Zwei Männer nahmen jedem Passagier das schwere Gepäck ab. Dann stapelten sie es. Wir gingen die Treppe hinunter und setzten uns in eine Stuhlreihe. Die Fahrt sollte nun noch einmal 1,5 Stunden dauern. Als wir Koh Samui erreichten wurden wir von lauter Taxifahrern belagert. Wir waren irgendwie froh, dass wir jeden mit unserem Aufkleber 'PN Taxi' zum schweigen bringen konnten, andererseits kamen uns dann Zweifel auf, ob es wirklich 1000 Baht gekostet hätte. Ohne längeres Nachdenken stiegen wir in den Minibus. Unser Hotel wurde glücklicherweise als erstes angefahren. Nach kurzer Fahrtzeit erreichten wir dann unsere Unterkunft. Endlich. Wir checkten an der Rezeption ein und brachten das Gepäck aufs Zimmer. 

Wir hätten uns am liebsten in die Betten geschmissen, allerdings hatten wir beide viel zu sehr hunger. Im Grill House fanden wir einen Tisch für zwei Personen. Für mich gab es Reis, mit etwas Hähnchen aus einer Ananas, Philipp aß Reis mit Rinderfleisch. Es schmeckte wirklich super und wir hofften, dass es diesmal auch drin bleiben würde. Anschließend schlenderten wir noch die Straße entlang. Auf den ersten Blick gefiel es uns schon viel besser als in Phuket. Völlig erschöpft schliefen wir dann ein. Täglich von 7-11 Uhr gibt es hier Frühstücksbuffet. Die Auswahl ist heute morgen nicht recht groß gewesen, immerhin war es aber ein Buffet und nicht ein a la Card Service, wie in dem Hotel in Phuket, und satt wurden wir auch. Nach dem Essen haben wir uns den Strand angesehen. Mit Freude stellten wir fest wie schön er ist. Nun werden wir in unsere Badesachen schlüpfen und uns ins Meerwasser begeben.

24Juli
2013

Hongkong

Nachdem wir uns eine Weile ausgeruht hatten, machten wir uns auf den Weg, um die Straßen von Hongkong zu erkunden. Unser Hotel war sehr zentral gelegen. Direkt um die Ecke fanden wir den Times Square . Wir waren überwältigt von dem ersten Eindruck. Alles war total riesig, bunt beleuchtet, voller Menschen und es gibt unzählige Shoppingmöglichkeiten. Für viele Frauen ein Paradies, nicht umsonst hieß eine der ersten Abteilungen, die wir hier fanden (eine ganze Abteilung für Frauen, in der es wirklich ALLES gab) 'Garden of Eden'. Wir sahen eine riesen Menschenmasse, welche sich auf einem Platz versammelt hatte. Bei genauerem Hinsehen stellten wir fest, dass die Monster University dort aufgebaut wurde. Man konnte dort Fotos mit den Disney Monstern machen . Nachdem wir ein wenig durch die einzelnen Läden gebummelt waren, hatten wir für diesen Abend genug von Hongkong und freuten uns aufs Ausschlafen.

Am nächsten Morgen frühstückten wir ein halbwegs festes Weissbrot mit einem Glas Nutella, was wir uns am Abend vorher gekauft hatten. Es war zwar nicht ganz günstig, aber dennoch billiger als in einem Café zu frühstücken. Anschliessend nutzten wir den kostenfreien Shuttleservice und ließen uns zur Bahnhaltestelle fahren. Mit der Ubahn überquerten wir dann das Wasser und fuhren nach Kowloon, die andere Hälfte Hongkongs. Dort gingen wir dann die Avenue of Stars entlang. Allerdings konnten wir mit den meisten 'Stars' nichts anfangen, selbst das Aussprechen fiel uns meistens schwer. Jackie Chan, Bruce Lee und Jet Li kannten wir dann aber doch. Um von dem Stern von Jackie Chan ein Foto zu schiessen, mussten wir warten , es war wieder sehr viel los. Wir gingen direkt am Wasser lang und hatten einen tollen Blick auf die Skyline von Hongkong Island . Zahlreiche Hochhäuser, ich kann mich an kein kleines bzw. normalgroßes Gebäude entsinnen. Auf dem Wasser fuhren Touristenschiffe und große Frachtschiffe. Am Ende der langen Promenade kamen wir zu dem Clock Tower , der an die britische Besetzung Hongkongs erinnert. Um uns etwas abzukühlen betraten wir die angrenzende Shoppingmall. Wir ahnten allerdings nicht, dass es sich dabei um eine der größten in Hongkong handelt. Wir fanden uns in der Harbour City Mall circa gar nicht zurecht. Ich weiß gar nicht wie lange es dauerte Toiletten zu suchen, auf jeden Fall waren wir damit eine Weile beschäftigt. Nach dem Toilettenbesuch organisierten wir uns eine Karte von dem Einkaufscenter, richtig geholfen hat aber auch das nicht. Wir schlenderten einfach der Nase nach durch die einzelnen Geschäfte und versuchten uns einen Überblick zu verschaffen. Da wir Hunger verspürten, machten wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Restaurant. Weil unsere Zimmergefährtin in Australien uns geraten hatte in Hongkong unbedingt einmal Sushi zu kosten, versuchten wir dem Rat zu folgen. Nachdem wir an einem Burgerrestaurant vorbeikamen, an dem die Leute Schlange standen, trafen wir auch auf ein Sushilokal. Wir zogen eine Nummer und reihten uns in die wartende Menschenmenge ein. Nach ca. 5 Minuten hatten wir keine Lust mehr und gingen weiter. Am Ende der langen Shoppingstraße konnten wir durch die riesigen Fenster auf das Wasser blicken. Bei Starbucks füllten wir unseren Magen vorerst wenigstens schon einmal mit etwas Flüssigkeit. Auf dem Rückweg landeten wir dann auch in dem gut besuchten Burgerrestaurant. Es gab dort super große, frische Burger. Unbemerkt hielten wir uns dann so ziemlich den ganzen Nachmittag in dem Einkaufscenter auf. Auf dem Abendprogramm standen zwei berühmte Nachtmärkte. Mittlerweile schüttete es aus Eimern. Bei einem kleinen Ecksupermarkt besorgten wir uns einen großen Regenschirm. Es war gar nicht so einfach durch überfüllte Straßen mit einem übergroßen Zwei-Mann-Regenschirm zu gehen. Das doofe war auch, dass so ziemlich alle Schlitzies einen Kopf kleiner als wir sind und wir daher dauernd Regenschirme in unseren Gesichtern hatten. Richtig Spaß machte es bei dem Wetter auch nicht unbedingt über einen Open Air Markt zu laufen. Wenn man denkt, dass es in Hongkong alle Klamotten von bekannten Marken zu einem günstigen Preis gibt, weil sie ja schließlich auch hier produziert werden, so irrt man sich. Vielleicht waren wir auch einfach nicht an den richtigen Orten. Von dem Ladies Markt, welchen wir zuerste besuchten, waren wir ziemlich enttäuscht. Der Nach Markt, welcher sich ein paar Straßen weiter befand, zeigte uns auch nichts neues. Total kaputt und vor allem mit schmerzenden Füßen fuhren wir dann wieder mit der Bahn auf die andere Seite, zu unserem Hotel.

Da wir am Vorabend vor lauter Erschöpfung vergaßen etwas kleines für unser Frühstück zu besorgen, mussten wir uns zu Fuß auf die Suche nach etwas essbarem begeben. Wir vermutetem am nahegelegenen Times Square etwas zu finden. Wenn es an Modeläden in Hongkong nicht mangelt, so tut es das definitiv an Supermärkten. Was wir natürlich auch nicht bedachten, dass die Chinesen Langschläfer sind. Gegen 9 Uhr (vielleicht war es auch etwas später, auf jeden Fall noch vor 10 Uhr) hatte noch so ziemlich jedes Café geschlossen. Wir befragten Passanten nach dem nächsten Starbucks, wir hatten ja keine Möglichkeit eines mit unserem internetfähigem Handy zu suchen. Viele verstanden die englische Sprache nicht und andere schickten uns in eine Richtung, in der sie eines vermuteten. Naja letztendlich landeten wir dann in einem Mc Café und aßen Muffin und Bagel mit Philadelphia. Da wir eine angemessene Sicht draußen hatten, fuhren wir anschließend mit der Bahn zu 'the Peak'. Hierbei handelt es sich um die höchste Aussichtsplattform über Hongkong. Mit einer alten Bahn wurden wir für einen günstigen Preis steil nach oben auf den Berg befördert . Oben angekommen stellten wir wieder schnell fest, dass wir uns in Hongkong befanden. Hongkong, dem Shoppingparadies. Wir erwarteten neben dem Aussichtstower noch ein paar Restaurants. Damit war es aber nicht getan, es wimmelte wieder von Einkaufsläden. Ob Swarowski, einem Hardrock Café Shop oder einem herkömmlichen Brillenladen, man fand so ziemlich alles. Draußen genießten wir die schöne Aussicht . Ich weiß die ganze Zeit nicht, ob man sagen kann, das Hongkong oder die Aussicht über Hongkong schön ist. Wer jedenfalls auf unendlich viele Hochhäuser, eingeschlossen im Wasser, steht, der würde die Aussicht auch als schön bezeichnen. Wir formulierten es vorsichtig und beließen es mit einem 'interessant'. Das viele Grün, was wir in Australien permanent vorfanden, vermissten wir nun an dieser Stelle. Neben den ganzen Modeläden gab es natürlich auch reichlich Auswahl an Fressbuden. Wir blieben völlig verwundert stehen, als wir das Schild mit der Aufschrift 'Bubba Gump Shrimps' sahen . Falls sich jetzt jemand fragt was wir an dem Namen 'Bubba Gump Shrimps' so besonders fanden, so erinnert euch doch einmal an den Film 'Forrest Gump' mit Tom Hanks! Er zählt definitiv zu unseren Lieblingsfilmen. Das Restaurant war komplett nach dem Film gestaltet. Wir mussten kurz warten, bis wir einen schönen Platz am Fenster bekamen, aber das war es uns wert. Nachdem uns die Bedienung zu unserem Platz führte, erklärte Sie uns zwei Schilder die auf dem Tisch standen - 'Run Forrest Run' und 'Stop Forrest Stop' . Wenn man also fertig die Karte studiert hatte und bereit zum Bestellen war, so stellte man das Schild 'Stop Forrest Stop' auf, so wurde die Bedienung auf uns aufmerksam. Wir fanden das eine gute Idee. Als wir unsere Bestellung aufgaben, durften wir uns noch zwei Gläser aussuchen, die wir anschließend mit nach Hause nehmen durften . Nach dem Essen schauten wir uns noch einmal die andere Seite des Aussichtstowers an . Mit der Bahn fuhren wir dann wieder nach unten, stiegen in ein Taxi und fuhren zum Man Mo Tempel. Der Tempel wurde uns vorab in einer Beschreibung im Internet empfohlen. Von draußen roch man schon die ganzen Räucherstäbchen , innendrin war es dann noch viel extremer, wir fragten uns, wie die Menschen, die dort arbeiten das aushalten. An der Decke hingen rote Zettel, auf denen Chinesen ihre Gebete geschrieben hatten. Diese waren an Räucherstäbchen befestigt, welche langsam vor sich hinschmorten. Im vorderen Bereich des Tempels beteten die Menschen. Hierbei hielten sie Räucherstäbchen in den Händen, murmelten etwas vor sich hin und verbeugten sich . Nachdem wir eine Weile alles begutachtet hatten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Wir gingen zum Wasser und schauten uns die andere Seite der Skyline an. Anschließend fuhren wir noch einmal nach Kowloon, auf die andere Seite von Hongkong. Wir schlenderten durch die Gassen und fielen am Abend dann wieder sehr erschöpft ins Bett.

Den nächsten Morgen starteten wir um 7 Uhr in der Früh. Um 8:15 ging es mit dem Shuttleservice zur Hongkong Station . Nachdem wir uns in einem Starbucks Café gestärkt hatten, fuhren wir mit der Bahn zum Disneylaaaaaaand . Juhu :D Pünktlich um 10 Uhr, als die Türen sich öffneten, marschierten wir mit unseren bereits vorab gekauften Karten durch die Tore. Es war total voll . Für die erste Attraktion (Fotos mit Mike und Sulley - aus der Monster AG) standen wir ganz schön lange an . Danach gingen wir in einen der großen Stores und kauften ein paar Disneysachen ein, da es vor 12 Uhr nochmal 10% auf alles gab . Mit neuen Micky und Minnie Shirts ging es dann weiter . Das Disneyland war in kleine Länder unterteilt, in denen die verschiedensten Attraktionen auf einen warteten. Wir machten Fotos mit so ziemlich allen Disneystars, Minnie, Micky, Pluto, Winnie Pooh, Goofy . Außerdem besuchten wir einzelne Shows. Unter anderem die Golden Micky Show , ein Musical in dem alle Stars auftraten und dann waren wir im König der Löwen Musical , das war super schön. Gegessen haben wir mittags im Tomorrowland . Danach schauten wir uns eine animierte Show mit Stitch an. In die Show wurden ausgewählte Zuschauer integriert, unter anderem Philipp. Stitch behauptete ihn aus dem Gefägnis zu kennen und dann erschien am Bildschirm ein Foto Philipp. Um zu sehen wie die Zeichentrickfiguren entstehen nahmen wir an einem Malkurs teil, in dem wir ursprünglich der Dame, die an einem Beamer in einem Klassenzimmer vormalte, nachmalen sollten. Letztendlich fanden wir es dann aber doch besser unserer Kreativität selber freien Lauf zu lassen . Ansonsten fuhren wir noch mit einem Boot einen Fluss entlang, fuhren mit einem Hot Wheels Auto und stiegen am Ende in eine Achterbahn . Wir wunderten uns weshalb die Sitze so nass waren und dachten, dass man wohl irgendwann mit Wasser bespritzt wird. Naja als wir dann rausguckten, stellten wir fest, dass es aus Eimern gießte. Zum Aussteigen war es leider schon zu spät, da die Anschnaller bereits fest saßen. Nach der rasanten Fahrt tropften unsere Anziehsachen. Anfangs stellten wir uns unter eine Überdachung, da wir dachten es sei nur ein Schauer von kurzer Dauer. Allerdings ließ der Regen überhaupt nicht nach. Da wir eh schon total durchnässt waren, schlüpften wir aus unseren Schuhen und marschierten Barfuß in Richtung Bahnhaltestelle. Beim Ticketautomaten zogen wir zumindest die Shirts aus und unsere alten, die zum Glück noch trocken waren, an. Mit der überfüllten Ubahn machten wir uns dann auf den Heimweg, es war auch schon 20 Uhr. Bei der Endstation holten wir uns noch eine Kleinigkeit zu Essen und ließen uns dann mit dem Taxi vor unser Hotel fahren. Wir waren froh, dass wir eine warme Dusche im Zimmer hatten und dachten darüber nach, wie es uns jetzt gehen würde, wenn wir noch im Auto wohnen würden... Die tropfenden Turnschuhe stopften wir mit Handtüchern aus, aber auch am nächsten Tag waren diese noch klamm.

Eigentlich wollten wir am Samtag unseren Füßen mal eine Pause gönnen. Aber irgendwie funktioniert das nicht, wenn man mitten in einer Großstadt haust und viel sehen möchte. Samstag stand Shoppen auf unserem Programm. Wir kauften allerdings nicht übermäßig viel, da in unsere eh schon vollen Rucksäcke ja auch nicht mehr all zu viel zusätzlich passt. Um 20 Uhr kann man sich jeden Abend in Hongkong eine Lichtershow ansehen. Wir setzten uns ans Wasser, vor den Clocktower , und warteten mit zahlreichen anderen Menschen auf die kommende Show. Begleitet von Musik erleuchteten dann die ersten hohen Häusern in den buntesten Farben. Manche strahlten zudem bunte Laser in den wolkenbedeckten Himmel . Auch am Samstag freuten sich unsere Füße schon auf das Bett.

Sonntag setzte uns der Shuttleservice wieder an der Hongkong Station ab, wo wir in die Bahn nach Lantau stiegen. Mit einer Gondelbahn fuhren wir über Wälder hinweg , bis nach Ngong Ping auf Lantau. Von der Gondel aus konnten wir die gigantische Buddhastatue schon erblicken. Zu Fuß war der Weg dorthin auch gar nicht mehr soweit   . Auf dem Weg waren Gondeln aus aller Welt aufgestellt, die längste Gondelbahn steht in Deutschland, nämlich in Garmisch-Partenkirchen . freilaufende Kühe begleiteten uns. Die riesige Buddhastatue erreichte man dann, wenn man unzählige Treppenstufen hinauf stieg . Man hatte von oben einen tollen Ausblick, vor allem auf das Meer . Was uns nicht so gut gefiel, war der gewollte Tourismus. Bevor man zur Buddhastatue kam, ging man vorbei an Subway, einem Starbucks, zahlreichen Restaurants und wieder unzähligen Shoppingläden. Es passte alles nicht zu der eigentlich wunderschönen Berglandschaft. Zurück ging es dann wieder mit der Gondelbahn. Am Fuße der Bahnstation fanden wir ein riesiges Outletcenter, wo wir dann etwas aßen, bevor es zurück zum Hotel ging. Es war schon wieder 19:30 Uhr, die Zeit verging jeden Tag wie im Flug. Per Internet verabredeten wir uns mit Sebastian. Sebastian ist der, den wir in Australien kennenlernten. Er hatte ja mit unserer Hilfe sein Auto verkauft bekommen und buchte anschließend im Reisebüro eine geführte Chinareise. Er hatte 3 Tage in Hongkong Aufenthalt, bevor die Gruppenreise startete. Er besuchte uns dann in unserem Hotel und wir machten es uns in der Lobby gemütlich. Anschließend packten wir unsere Rucksäcke, welche irgendwie nicht leichter und leerer werden!

Um 12 Uhr checkten wir aus, unser Gepäck konnten wir im Hotel unterstellen. Den Hotelangestellten teilten wir dann mit, um wie viel Uhr wir mit dem Shuttle zur Expressbahn gefahren werden möchten, damit sie unsere Rucksäcke dann einladen. Wir ließen uns dann ein letztes Mal am Times Square raus und schauten uns dann noch einmal alles an und aßen Mittag. Bevor wir uns etwas zu essen kaufen konnten hatten wir einige Probleme mit der Kreditkarte. Unser Hotel hatte die Sperre dafür wohl noch nicht rausgenommen, jedenfalls mussten wir uns erst einmal mit der Bank in Verbindung setzen. Glücklicherweise regelte diese dann alles super schnell. Da wir in unserem Flug keine Verpflegung gebucht hatten, holten wir uns noch ein paar Knabbersachen in einem Supermarkt. Im übrigen findet man neben süßen und salzigen Knabberwaren auch eingeschweiß  ten Fisch für zwischendurch! Zum Beispiel findet man an jeder Ecke eine Art Tintenfisch. Total ekelhaft , was das Thema Essen anbelangt ist die asiatische Nation definitiv ein wenig verwirrt. Auch die Manieren fehlen so ziemlich allen beim Speisen im Restaurant. Ob Rölpsen oder lautes Schmatzen, es scheint hier dazuzugehören. Um 16 Uhr nutzten wir dann ein letztes Mal den Shuttle Service und stiegen an der Honkong Station aus. Am Schalter zogen wir uns zwei Tickets für die Expressbahn zum Flughafen. Unsere großen Rucksäcke konnten wir schon hier abgeben, so mussten wir die nicht noch bis zum Flugahfen schleppen. Dort angekommen schauten wir uns noch ein paar Läden an und trafen uns dann ein letztes Mal mit Sebastian. Seine Maschine nach Peking ging nämlich fast zur selben Zeit. Nachdem wir durch den Sicherheitsbereich gegangen waren, mussten wir eine Bahn zu unserem Gate nehmen. Der Flughafen in Hongkong ist echt riesig. Wir sind dann etwa 4 Stunden bis nach Singapur geflogen. Dort hatten wir eine Nacht Aufenthalt. Leider gab es in dem Terminal, in dem wir landeten keine Schlafkabinen und wir machten es uns auf ein paar Stühlen halbwegs bequem. Ich konnte fast die ganze Zeit schlafen. Philipp hingegen eher nicht, er machte dann auch noch Bekanntschaft mit der Flughafenpolizei. 6 Beamte, 2 davon mit Maschinengewehren ausgestattet, baten ihn um unsere Pässe und gingen dann weiter. Um 8:20 Uhr startete dann unsere Maschine nach Phuket. Nach 2,5 Stunden Flugzeit erreichten wir das Ziel. Am Ausgang des Flughafens wurden wir von den verschiedensten Taxigesellschaften umzingelt, jeder wollte uns natürlich als Kunden gewinnen. Mit einem Australier, den wir kennenlernten, teilten wir uns dann das Taxi. Wir sind jetzt wohlauf in unserem Hotel angekommen. Das Wetter ist leider nicht so  gut, aber vielleicht ändert sich das ja noch und wir erwischen ein paar Sonnenstunden :)

bis zum nächsten Mal, Nadine und Philipp

16Juli
2013

Singapur

Hallo ihr Lieben.

Nach 7:30 Stunden landeten wir wohlauf in Singapur. Nachdem wir unsere Koffer, nach nur kurzer Wartezeit, wiederhatten, machten wir uns auf die Suche nach einer Bahnstation. Während wir suchten, überlegten wir uns, dass es vielleicht schlauer sei bei einem Infomationsstand nachzufragen, wie wir am besten und vor allem am günstigsten zu unserer Unterkunft gelangen. Mit unserer Idee, die Bahn zu nehmen, lagen wir richtig. Der Mann erklärte uns grob wie wir zum Gleis finden würden. 1,32 € bezahlte jeder für sein Ticket, ein kleiner Teil des Preises bezog sich lediglich auf die Fahrkarte, da wir diese ab dem Zeitpunkt für jede weitere Fahrt lediglich wieder aufladen mussten. In der überfüllten Bahn fühlte man sich wie eine Scheibe Käse sich wohl auch im Kühlschrank fühlen muss, die Klimaanlage war auf gefühlte 5 Grad gestellt. Zweimal mussten wir aussteigen und mit einer anderen Linie weiterfahren. Jedes mal, wenn wir die Bahn verliessen kam man sich vor, als würde man hinter dem Auspuff eines Autos stehen oder circa unter der Motorhaube liegen, es war sehr drückend und total warm. In Chinatown angekommen, waren es dann nur noch 2 Gehminuten bis zu unserem Hostel. Da wir vorab eine Wegbeschreibung mit Bildern bekommen hatten, fanden wir es auf Anhieb. Nachdem uns ein Mann die Tür öffnete und uns mit einem freundlichen 'Hallo' begrüßte, verschwand er in einem anderen Raum. Wir warteten und wunderten uns ein wenig, wieso er gleich wieder verschwand anstatt uns erst einmal kurz die Zimmerschlüssel zu geben. Mit zwei Gläsern gekühltem Wasser kam er dann wieder, er drückte jedem von uns ein Glas in die Hand und sagte, dass wir doch sicher durstig seien. Anschliessend erklärte er uns, dass im gesamten Hostel das Tragen von Schuhen untersagt ist. Nachdem wir aus unseren Schuhen geschlüpft waren, zeigte er uns unser Zimmer, die Waschräume und eine Lounge mit einer angrenzenden, kleinen Küche. Toast zum Frühstück ist inklusive. Das Zimmer teilen wir uns mit drei weiteren jungen Männern, wir hatten eigentlich ein 6-Bett-Zimmer, allerdings blieb ein Bett leer.

Obwohl wir ziemlich erschöpft waren, schlüpften wir nur schnell in frische Sachen und machten uns dann auf den Weg nach draussen. Wir hatten ein wenig Appetit und wollten schonmal ein wenig sehen! Draussen war es mittlerweile dunkel, trotzdem schwitzen wir in unseren kurzen Sachen. Man musste sich erst einmal an die tropischen Temperaturen gewöhnen. Wir liefen ausgerüstet mit einem Stadtplan, den wir von dem netten Mann im Hostel erhielten, Richtung Marina Bay Sands, dem bekannten 5 Sterne Hotel, dort wollten wir eine Lasershow ansehen. Wir hielten aber vorher noch an einem Restaurant um uns zu stärken. Wir bekamen eine Art kuppelförmigen Grill, eine grosse Platte voll mit Bacon, Fisch, Muscheln und vielem mehr und eine Schale mit verschiedenen Salaten, Glasnudeln und Pilzen. Oben auf der Kuppel grillten wir uns das Fleisch und den Fisch, dann schüttete die Bedienung eine helle Suppe in den Behälter. Bei unseren Sitznachbarn schauten wir uns ab, dass man dort die Salate und die Nudeln kocht und diese dann zusammen mit der Suppe aus der eigenen Schale schlürft. Mit den Stäbchen hatten wir noch leichte Anfängerschwierigkeiten. Dann gingen wir weiter und schauten uns Singapur bei Nacht an.

Samstag backten wir uns ein paar tiefgefrorene Toastbrot auf und beschmierten sie mit viel zu süßer Marmelade, aber immerhin gab es das zum Morgen im Hostel inklusive. Die nächsten Toast bekamen dann nur einen Bestrich mit einer extra dünnen Schicht. Wir schnappten uns einen Plan für die MRT und machten uns auf den Weg. Das Bahnfahren in Singapur ist kinderleicht, alles ist sehr übersichtlich und es gibt nur eine kleine Auswahl von Linien, dennoch gelangt man überall hin. Den ersten Stopp legten wir an Singapurs Shoppingsstraße Nummer eins ein. Im Gegensatz zu dem übersichtlichen Bahnsystems, sind die Shoppingmalls hier alles andere als übersichtlich. Bereits beim Suchen des Ausgangs der ersten Mall, in die wir übrigens direkt aus der Bahn spazierten, scheiterten wir! Ohne Hilfe eines jungen Mannes würden wir wohlmöglich noch immer durch die unendlichen Gänge irren. Ich weiß nicht wie viele Malls es hier insgesamt alleine in dieser Straße gibt, jedenfalls war es uns unmöglich alle von diesen anzusehen. Ein Louis Vuitton jagt hier den nächsten und auch an Prada, Dior, Gucci mangelt es hier nicht. Am Nachmittag fuhren wir mit der Bahn zur sogenannten Esplanade. Wir gingen in das Theater der Stadt, von oben auf dem Dach hatte man einen tollen Ausblick, direkt auf die Skyline und das Hotel. Zwischen Theater und Hotel liegt ein Fluss, dieser wird regelmässig von kleinen Booten befahren. Wir gingen zu Fuß auf die andere Seite. kamen vorbei an einem Fußballstadion, das Spielfeld befand sich auf dem Wasser, und dem größten Riesenrad der Welt. Für 35 Singapurdollar pro Person ist eine Fahrt in einer der vielen Gondeln möglich. Dann wartete schon die nächste Mall, welche wir uns auch nur grob ansahen. Automatisch landeten wir dann im Marina Bay Sands. Interessehalber erkundigten wir uns neugierig was eine Nacht kostet. Mit stolzen 320 € war uns das Vergnügen aber eindeutig zu teuer. Am Abend schauten wir uns wieder eine Lasershow an, welche jedes mal mit klangvoller Opernmusik begleitet wurde. Auf dem Weg zum Hostel legten wir noch einen Stopp bei einem sogenannten Hawkercenter ein. Es handelt sich dabei um einen großen Markt, welcher lediglich aus zahlreichen Fressbuden besteht. Ein Spitzenpreis jagt den nächsten und bevor man sich überhaupt dem nächsten Stand zuwenden konnte, wurde man von verschiedenen Männern gebeten sich doch vor ihrem Stand niederzulassen. Noch einen weiteren Stopp machten wir bei einem Hindu Tempel. Vor der Eingangshalle lagen zahlreiche Schuhe, man konnte von draußen Kinder auf einer Wiese spielen sehen und Männer und Frauen, geschmückt mit langen Gewändern gingen umher. Philipp zog sich auch seine Schuhe aus und schaute sich alles noch ein wenig genauer an, Fotos durfte er aber nicht machen. Da ich eine kurze Hose und ein Top anhatte, meine Schultern und Knie demnach nicht bedeckt waren, ich mir nich sicher war, wie die Bestimmungen für solch einen Gebetstempel waren und ich nicht unhöflich sein wollte, wartete ich draussen.

Sonntag fuhren wir mit der Bahn in das Viertel 'little India'. Auch wenn dieses als Touristenattraktion ausgeschrieben ist, waren wir eher enttäuscht. Alles war ziemlich dreckig. In der Mustafa Mall im Zentrum des Viertels, wurden uns die Rucksäcke zugebunden, bevor wir eintreten durften. Im Inneren bestand die erste Abteilung aus lauter Medikamenten, die man für einen relativ günstigen Preis hier erstehen konnte. Dann ging es weiter mit Sportschuhen, lauter Billigimitate und atmen viel einem auf Grund des Kunststoffgestanks schwer. Nachdem wir dann auch durch die Elektronikabteilung geschlendert waren, verliessen wir das Kaufhaus wieder. Unser nächstes Anlaufziel war ein großer Tempel. Wir zogen Schuhe und Socken aus und schauten den vielen Indern in der Eingangshalle beim Beten zu. Nachdem sie die Arme über dem Kopf verschrenkten und ein wenig wild auf der Stelle tanzten, bekamen sie von einem, nur mit einem Gewand gekleideten, Mann weiße Kreide auf die Stirn geschmiert und eine Banane oder Blume in die Hand. Nebenan betete eine Gruppe Inder lautstark vor einem Mann, der mit Feuer tanzte. Fotos durften nur begrenzt geschossen werden. Anschliessend verliessen wir little India und machten uns auf den Weg Clarke Quay, eine Ansammlung von verschiedenen Bars und Restaurantes. Viel loß war dort nicht, die meisten Bars öffneten erst am Abend. Die Luft draußen war sehr drückend, es war noch schwüler als am Vortag und die Sonne scheinte ab und zu. Das viele Gelaufe strengte sehr an. Wir machten uns auf den Weg zum Lau Pa Sat, einem Hawkercenter, wo wir auch schon am Samstagabend waren. Dieses Mal war es voller als am Abend, viele Menschen befanden sich in der Halle und aßen die verrücktesten Sachen. Da man mit den Namen der Gerichte eigentlich nie etwas anfangen kann (manchmal kann man diese nicht einmal aussprechen) gibt es hier eigentlich immer eine zugehörige Bilderbeschreibung. Man bestellt also das, was man den Bildern entnehmen kann. Meistens sieht das dann auch sehr ähnlich aus. Bei einem indischen Stand bestellten wir uns eine Portion Reis mit Hühnchen. Bevor wir allerdings die Bestellung aufgaben, fragten wir den Mann hinter der Theke ob es scharf sei, er versicherte uns, dass es dieses nicht sei. 5 Singapurdollar kostete uns der große Teller. Neben Reis und Hühnchen gab es dazu noch grüne Bohnen, eine Hummersuppe und ein Stück Blätterteig oder sowas ähnliches. Nachdem wir den Reis probiert hatten, unsere Augen bereits vor Schärfe anfingen zu brennen und das sich auch nach dem Hähnchen nicht änderte, beschlossen wir uns noch etwas anderes zu besorgen. Ich frage mich, was die Inder unter scharf verstehen, wenn es das Gericht nicht war! Ich aß eine Suppe mit Nudeln, Ei, Pilzen, Röstzwiebeln und Lauch und Philipp Reis mit Hünchengeschnezeltem in brauner Soße. Zum Glück war dies beides nicht scharf ;) Nachdem wir frisch gestärkt waren gingen wir nach Chinatown. Der Weg dorthin führte an eine irgendwie beeindruckenden Stelle vorbei. im Vordergrund sieht man die alten, kleine chinesischen Gebäude und im Hinterund, getrennt durch einen Fluss, befindet sich das neue Singapur, bestehent aus vielen Wolkenkratzern. in Chinatown fanden wir viele Stände mit den buntesten und kitschigsten Sachen. Die Straße befand sich zwischen einem riesengroßen chinesischem Tempel und einer Reihe vom Restaurants. Anschließend gingen wir zum nahegelegenem Hostel und kauften für den Abend zwei Tickets für die Singapur Night Safari. Circa eine Stunde fuhren wir mit Bus und Bahn bis wir bei dem Nachtzoo angelangten. Dann startete auch schon direkt die Tiershow. Alles war dunkel. Die Tiere, die nacheinander gezeigt wurden, wurden mit Scheinwerfern angestrahlt, damit man sie sehen konnte. Otter, Geparden, Hyienen und ein paar andere Tiere präsentierten sich vor der Menschenmenge. Anschließend fuhren wir mit einem offenen Zug wurden wir dann durch den Zoo gefahren, die einzelnen Tiergehege waren immer leicht beleuchtet. Nebenbei erzählte ein Zoomitarbeiter, der den Zug fuhr, einige interessante Details über die Tiere. Nachdem wir fast alle Zoobewohner gesehen hatten, wurde noch eine Feuershow vorgeführt. Ein paar Feuerspucker zeigten ihr Talent. Nach einem sehr langen und anstrengenden Tag fielen wir gegen Mitternacht in die Betten.

Der Wecker klingelte uns um 2:30 Uhr wieder aus dem Schlaf. Um 3:00 Uhr saßen wir im Taxi, die Bahnen sind zu dieser Zeit nicht gefahren und anders war es uns nicht möglich zum Flughafen zu kommen. Trotz des 50 prozentigem Nachtzuschlag (!) war die Fahrt recht günstig. Eine Stunde mussten wir am Flughafen warten, bis wir einchecken konnten. Ohne große Kontrolle kamen wir in den Sicherheitsbereich. Wir fühlten uns aber eher wie in einer riesigen Shoppingmall. Alle Läden waren zwar geschlossen, aber es fehlte nichts. Eine Marke, nach der Anderen. Bevor wir in den Flieger stiegen aßen wir bei Starbucks jeder einen Muffin, um uns etwas zu stärken, da wir den 4 stündigen Flug ohne Verpflegung buchten. Mit der asiatischen Airline 'Jetstar' ging es für uns dann nach Hongkong. Nachdem wir unsere Rucksäcke eingesammelt hatten suchten wir dann den Weg zur Bahn, um in die Stadt zu gelangen. Bis zur Bahnhaltestelle 'Hongkong' fuhren wir, dann wollten wir ursprünglich in eine andere Linie umsteigen, um zu unserem Hotel zu kommen. Vorab wurden wir aber von einer Dame abgefangen, die uns mitteilte, dass wir einen kostenlosen Shuttleservice inklusive haben - was für ein ungewohnter Luxus. Auch am Hotel angekommen, wurden wir von der chinesischen Höflichkeit überrascht. Ein junger Mann nahm uns unser Gepäck ab und schleppte es in den Eingangsbereich. Jetzt, wo wir auf unserem Zimmer angekommen sind, werden wir uns erst einmal ein Stündchen erholen, dann wollen wir in die Innenstadt marschieren. Bis zum nächsten Mal, Philipp und Nadine.

13Juli
2013

Bye bye Australien

Nun sitzen wir zwei gerade im Flughafen in Brisbane. Einen Flug haben wir schon hinter uns. Heute morgen um 4:30 Uhr wurden wir von einem Airport-Shuttle vor unserem Hostel eingesammelt. Dann ging es zum Flughafen in Cairns. Es war mächtig voll dort, die Dame beim Check In erklärte uns, dass wir, wenn wir in Brisbane ankommen einen Bus zum internationalen Terminal nehmen müssen und gab uns auch direkt die Tickets. Um unser Gepäck mussten wir uns zum Glueck auch nicht kümmern, das wird nun wohl direkt in die nächste Maschine geladen. 

Leider spielte das Wetter die letzte Woche nicht mit, es regnete viel und war meist bewölkt. Nachdem wir endlich die 4 Nächte in dem nicht ganz so schönen Hostel hinter uns gebracht hatten, sind wir für die letzten zwei in ein wirklich schönes umgezogen. In dem ersten Hostel haben wir, ausser der Nacht, eigentlich keine Zeit verbracht. Wir besuchten Moni in ihrer Unterkunft und erledigten die letzten wichtigen Sachen. Wir verbrachten zum Beispiel fast einen vollen Tag damit, rauszufinden, wie wir unser Guthaben von dem australischen Konto am besten auf ein deutsches transferieren können. Die australische Bank nahm einen sehr schlechten Wechselkurs und verlangte zudem noch relativ hohe Gebühren. Wir liefen zu zahlreichen Wechselstuben. Für einen angebrachten Wechselkurs und nur mit geringen Gebühren konnten wir das Geld nun von der Western Union auf unser DKB Konto überweisen. Anschliessend kündigten wir unser hier eröffnetes Bankkonto.

Am Donnerstag zogen wir nach dem Frühstück vollbepackt los, um das neue Hostel zu beziehen. Zum Glück entwischten wir eine regenfreie Stunde. Wir zogen dann in das Globetrotter. Für einen echt günstigen Preis bekamen wir ein 3-Bett-Zimmer, welches wir uns mit Jackie, einer jungen Dame aus Hongkong teilten. Das war wirklich praktisch, sie gab uns gleich zahlreiche Tipps für unseren kommenden Aufenthalt. Abends besuchte uns Sebastian. Er wohnt mittlerweile auch nicht mehr in seinem Van. Mit unserer Hilfe ist er diesen nämlich auch zu einem guten Kurs losgeworden. Ich bekam noch regelmässig Anfragen, die ich dann direkt an ihn weiterleitete ;-) zum Dank wurden wir zum Sushi essen eingeladen. 

Freitag verbrachten wir bis auf einen kleinen Abstecher an die Esplanade, auf Grund des Wetters, im Hostel. An der Esplanade fanden wir ein Mövenpick Café, indem wir uns warme Waffeln teilten.

Die letzte Nacht verbrachten wir ohne einen weiteren Zimmergenossen. Das war auch gar nicht so schlecht, da unser Wecker auch um 3:30 Uhr in der Nacht klingelte und wir so in aller Ruhe noch einmal das Zimmer checken konnten. 

Wir haben jetzt noch circa 2 Stunden bis zum Abflug aus Australien. Die Stimmung ist zweigeteilt. Einerseits natürlich gut, da wir sehr gespannt auf Asien sind. Andererseits sind wir auch echt traurig, dass die 5 Monate auf dem einsamen Kontinent nun schon vorbei sind! Es gibt hier doch noch sehr viel zu sehen und wir werden diese super schöne Zeit sehr vermissen!

Bevor es nun weitergeht möchten wir uns bei euch für die tolle Unterstützung bedanken. Durch die regelmässigen Telefonate per Skype, die vielen Emails und den netten Kommentaren haben wir uns immer gar nicht so weit entfernt gefühlt. Nun sind es nur noch 4 Wochen. Wir freuen uns auf alles weitere was kommt. Liebste Grüsse von euren beiden Reisenden. 

Ich muss jetzt nochmal kurz ergänzen, dass wir uns nun im Sicherheitsbereich befinden. Bis hierhin war es allerdings ein langer Weg. Erst mussten wir Greencards ausfüllen und dann wurden unsere Sachen gecheckt. Da das aber nicht ausreichte und ich anscheinend heute aussehe wie ein Bombenleger, wurde ich auch dementsprechend behandelt! Zuerst musste ich mich ein einen Bodayscanner stellen, meine Füsse und Arme in die geforderte Position bringen und mich eine Weile nicht bewegen, dann bekam ich grünes Licht. Um nochmal sicher zu gehen, dass ich wirklich keine Bomben mit mir führe, wurden meinen Sachen Proben entnommen. Auch hier konnte nichts explosives festgestellt werden. Juhu:D jetzt kann's losgehen!

09Juli
2013

die letzten Tage sind gezählt..

Langsam ist es an der Zeit euch auf den neusten Stand zu bringen. Es ist wieder eine Menge passiert, seitdem wir den letzten Blogeintrag veröffentlicht haben.

Wir haben unser Auto verkauft! Das ist wohl die schönste Nachricht, die wir euch übermitteln können. Unter zahlreichen, im endeffekt uninteressierten, Interessenten war dann letzte Woche Samstag endlich der richtige dabei. WIr bekamen eine SMS von Arthur, einem Franzosen. Wir schilderten ihm den Standort unseres Autos und verabredeten uns vor Ort. Bei der Besichtigung des Fahrzeugs sagte er nicht sonderlich viel, er nickte lediglich Philipps Aussagen ab. Dann bat er uns um eine Probefahrt. Wir waren etwas nervös, da das Auto dort schon den halben Tag stand und wir uns nicht sicher waren, ob das alte Gefährt sofort anspringen würde. Es verlief aber alles einwandfrei. Anschließend sagte er eigentlich nichts außer 'ich denke, ich werde das Auto kaufen'. Wie, du denkst, du kaufst das Auto? Möchte er jetzt das Auto kaufen? Wir waren etwas verwirrt. Auf Nachfrage bestätigte er dann aber seine Kaufgedanken. Er bat uns an noch eine Woche in dem Van zu 'wohnen', da er die ganze kommende Woche auf einem Schiff sei um seinen Tauchschein zu machen. Dann trenten sich unsere Wege. Wir standen noch eine Weile hinter dem Auto und konnten es gar nicht richtig fassen. Dann kamen die Zweifel auf. Können wir nun sicher sein, dass er wirklich nächste Woche kommen wird!? Wieso hat er nicht ein Wort über den Preis des Autos verloren? Hätten wir vielleicht irgendetwas schriftlich einholen sollen, um wirklich sicher sein zu können, dass er das Auto dann wirklich kauft? Circa eine Stunde beschäftigte wir uns mit dem mysteriösen Franzosen namens Arthur. Da wir nicht eine Woche in Ungewissenheit leben wollten, riefen wir ihn noch einmal an. Am Telefon vereinbarten wir, dass er zumindest nun schon einmal den Kaufvertrag unterzeichnen sollte. Wir bereiteten den Kaufvertrag soweit vor, wie wir konnten. Bei einigen Feldern waren wir aber etwas überfragt. Auf der Straße kamen wir mit verschiedenen Passanten ins Gespräch, unter anderem trafen wir Sebastian. Sebastian ist ein gebürtiger deutscher und zur Zeit auch auf Reisen in Australien. Er leistete uns Gesellschaft und half uns auch den Vertrag mit Arthur abzuschließen. Sebastian ist 30 Jahre alt und hat zuletzt 4 Jahre in Irland gelebt, demnach half er uns ein wenig mit seinen Englischkenntnissen aus. Wir verstanden uns auf Anhieb gut und gingen zusammen in einer Strandbar etwas trinken. Am Abend trafen wir dann noch Moni, eine 65 jährige Kölnerin, die bereits am Vortag Bekanntschaft mit Sebastian machte. Eigentlich verbrachten wir dann jeden Tag mit den beiden. 

Am Sonntag fuhren wir mit den beiden zum Mossman George und wanderten den halben Tag durch den schönen Regenwald. WIr sahen dort riesige, giftige Spinnen!

Montag verbrachten wir wieder Zeit an der Lagune und trafen uns anschließend mit Sebastian und noch anderen Freunden, die wir hier kennenlernten. Moni war für 3 Tage nach Port Douglas, zum Schnorcheln. Wir saßen den ganzen Abend gemütlich an einer BBQ-Station und vergaßen ein wenig die Zeit. Gegen halb 11/11 machten wir uns wieder auf zu unserem Van, wir waren auch wirklich müde. Dort angekommen wunderten wir uns, wieso die Fahrertür aufgeschlossen war. Kurz danach machten wir eine unschöne Entdeckung, das Schiebefenster an der Seite des Autos wurde geöffnet und so hat sich jemand Fremdes Eintritt zu unserem Auto verschafft. Die Ipod-Dockingstation mit Lautsprechern, mein Ipod und Phils Unterwasserkamera fehlten. Völlig geschockt riefen wir die Polizei, sowie Sebastian an. Gegen halb 1 in der Nacht nahmen dann 3 Beamte den Vorfall auf. Es war wirklich ein unheimlich komisches Gefühl anschließend im Auto zu schlafen.

Mittwoch nutzten wir noch einmal die letzten Stunden mit fahrbarem Untersatz. Wir machten uns auf in die Tabellands, die Berglandschaft südlich von Cairns. 4 Wasserfälle lagen auf unsere Rundtour und ein See, mittem im Regenwald. Wir fuhren kilometerweise Serpentinen bis wir den ersten Stopp einlegten. Wir hielten zuerst an dem See, dort wurden wir auf eine große schwarze Schlange aufmerksam, welche sich in der Mittagshitze sonnte. Anschließend hielten wir an den einzelnen, wunderschönen Wasserfällen.

Am Donnerstag fuhren wir morgens zum Coconut Campingplatz, weil wir den Tipp bekamen, dass es dort Pancakes for free gibt. Natürlich gibt es die dort nur für Bewohner des Campingplatzes, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt :D Wir parkten das Auto auf dem Besucherparkplatz, schlenderten gekonnt an der Rezeption vorbei und suchten uns den Weg zu unserem Frühstück. Bewaffnet mit unseren Tellern stellten wir uns in der langen Schlange an, es fiel jedenfalls keinem auf, dass wir nur Besucher waren haha. 

Freitagmorgen ging es für uns erneut raus aufs Riff. Diesmal fuhren wir mit der Poseidon, wieder in der Hoffnung auf Wale zu sehen. Das Schiff ankerte an 3 super schönen Riffs. Wir hatten wieder eine unglaublich gute Sicht, diesmal sahen wir am Meeresgrund einen großen Rochen! Wale und Schildkröten bekamen wir nicht zu sehen, es war aber trotzdem ein echt toller Tag!

Samstag war der letzte Tag für uns, in unserem Auto. Wir beschlossen diesen nochmal vollständig zu genießen. Zusammen mit Sebastian, welcher auch Moni mit eingepackt hatte, checkten wir auf einem großen Campingplatz ein, dem Coconut Holiday Resort. Für 40 Dollar bekamen wir einen Stellplatz mit Strom. Den halben Tag nutzen wir zum Packen der Rucksäcke. Es ist wirklich nicht einfach, wenn man fast 5 Monate in einem Auto wohnt, alles zusammenzusuchen und ein 2 'kleine' Rucksäcke zu quetschen! Nachdem dann alles gepackt war, machten wir gemeinsam ein großes BBQ und ließen den Tag mit ein paar Gläsern Wein ausklingen.

Sonntag um 10 Uhr waren wir dann mit dem Franzosen verabredet. Es lief alles nach Plan, er gab uns den kompletten Preis und wir übergaben ihm die Schlüssel. Philipp wurde im Anschluss von Sebastian direkt zur nächsten Bank gefahren, um das Geld einzuzahlen. Dann war sie vorbei, die bequeme Zeit mit dem Auto. Vollbepackt stiefelten wir zu unserem vorab gebuchten Hostel. Wir wohnen nun in einem 6-Bett-Zimmer. Die Mitbewohner lernten wir eigentlich noch nicht kennen, die trafen erst gegen 4 Uhr in der Nacht ein. Nun sind sie auch schon fast gezählt, die Tage im weitentfernten Australien. Die Gefühle sind sehr gemischt, einerseits freuen wir uns natürlich unglaublich auf zu Hause, auf euch :) und auf gutes Essen, andererseits gibt es hier noch so viel mehr zu erkunden und zu sehen. Aber eines können wir wohl schon sagen, wir werden wiederkommen!

Samstag werden wir euch, bevor es dann endgültig losgeht, noch einmal auf den neuen Stand bringen. Macht es erst einmal gut, ganz liebe Grüße.

26Juni
2013

Silversonic - Schnorcheln am Riff

Hallo Deutschland,

wir haben uns nun gut in Cairns eingelebt. Wir haben hier einen guten Schlafplatz gefunden, verschiedene Möglichkeiten zum Abwaschen und Strom aufladen. Die meiste Zeit verbringen wir natürlich immer noch an der Badelagune, schließlich müssen wir uns vor unseren Städtetrips schon einmal ein wenig erholen. 

Neben dem Bräunen beschäftigt uns natürlich vor allem der Autoverkauf. In einem Internetcafe haben wir Flyer ausgedruckt, welche wir dann in allen Hostels in der Umgebung und an öffentliche schwarze Bretter hängten. Ziemlich am Anfang machten wir Bekanntschaft mit einem deutschen Autohändler. Er bietete uns 1000 Dollar für den Van. Natürlich entspricht das ganz und gar nicht unseren Vorstellungen, aber wenn wir in der Not keinen Käufer finden, haben wir wenigstens eine Anlaufstelle. Die erste Besichtigung eines Paares aus Equador erfolgte am Abend. Sie begutachteten das Auto im Dunkeln mit den Lichtern ihres Handys und versprachen uns eine Rückmeldung, auf welche wir allerdings noch bis heute warten. Am Sonntag, als wir kurz bei unserem Auto waren, kamen 4 Männer auf uns zu, die auf Grund der Flyer an unserem Auto auf uns aufmerksam wurden. Sie schauten sich das Auto an und unterbreiteten uns ein Angebot von 2.000 Dollar. Wir kamen uns etwas veralbert vor, da wir 4.200 DOllar als Verhandlungsbasis festlegten. Lange dauerte das Gespräch dann natürlich nicht, da man nicht ansatzweise auf einen Nenner zu kommen schien. Das höchste Gebot belief sich auf 2.500 Dollar. Gestern klingelte dann das Telefon. Es meldeten sich wieder die gleichen Männer, die sich schon am Sonntag für den Van interessierten. Da wir davon ausgingen, dass sie mittlerweile über den Preis nachgedacht hatten, trafen wir uns erneut mit ihnen. Das Verhandlungsgespräch lief ähnlich wie Sonntag. Wir waren auch schon etwas angenervt von dem Gerede der jungen Männer. Sie erzählten uns permanent, was sie schon für tolle Autos besichtigt hatten und das alle durchaus besser waren als unseres, komischerweise schienen sie aber dennoch Interesse an unserem zu haben. Nichts desto Trotz lag die Schmerzgrenze der Interessenten bei 2.500 Dollar. Auf 3.000 Dollar senkten wir unseren Preis, aber sie kamen uns kein Stück entgegen. Wir entschlossen uns dagegen. Heute riefen sie uns erneut an und unterbreiteten uns ein unausschlagbares Angebot! 2.550 Dollar waren sie bereit uns zu geben und sie hätten den Van sofort genommen! HAHAHA. Mittlerweile fanden wir es schon sehr frech, auf welchem Niveau sie versuchten mit uns zu handeln. Am Wochenende haben wir noch einen Besichtigungstermin mit einem anderen Pärchen, hoffentlich verläuft das Gespräch dann etwas anders.

Letztes Wochenede buchten wir einen Trip zum Great Barrier Reef mit zwei Tauchgängen pro Person. Das Boot, für welches wir uns entschieden, ist eines von zweien, welche die Lizenz haben, mit Walen zu schwimmen. Zur Zeit sind Zwerg- und Buckelwale in den warmen Gewässern im Norden Australiens um hier zu kalben. Gestern ging es dann um 8:15 in Port Douglas auf das Schiff, die Silversonic. Wir fuhren ca. 1,5 Stunden bis zum ersten Spot. Während der Fahrt sollten wir einige Fragebögen beantworten. Unter anderem befragten sie uns über unseren Gesundheitszustand. Philipp sprach dann mit einem Crewmitglied über seine Krankheit am Herzen. Der Mann wollte sicher gehen und kontaktierte den Arzt des Schiffes. Es ist natürlich immer schwer eine Ferndiagnose zu stellen, dennoch entschied sich der Arzt leider nicht für das Tauchen. Die Stimmung war dementsprechen schlecht. Es dauerte eine Weile, bis ich ihn wieder lächeln sah. Wir schnorchelten dann an 3 Spots, das war auch schön. Auf dem Rückweg nach Port Douglas hielt das Boot zweimal. Beim ersten Mal kreuzte eine Schule Delfine unseren Weg und wir konnten ihnen beim Schwimmen zusehen, anschließend hielten wir an einer kleinen Insel. Zahlreiche Mantarochen schwammen, gut sichtbar, direkt unter der Wasseroberfläche. Sie waren wirklich riesig. Leider kreuzte kein Wal unseren Weg. Somit waren wir etwas enttäuscht von dem eigentlich dennoch schönen Ausflug. 

Jetzt ist erst einmal nichts weiter geplant, aber wir werden sehen, vielleicht ergibt sich spontan ja doch noch der ein oder andere Ausflug. Wir werden es euch wissen lassen. Bis dahin, beste Grüße.

18Juni
2013

No Risk - No Fun

Mittlerweile sind wir schon über eine Woche in Cairns und haben schon wieder viel berichtenswertes erlebt!

Angefangen haben wir mit einem Tag an der Lagune. Durch ein Schild wurden wir auf die extrem starke Sonneneinstrahlung hingewiesen und wieder daran erinnert, wie wichtig es doch ist, sich einzucremen. Es ist auch sehr warm hier, nur mit regelmäßiger Erfrischung im Lagunenwasser haben wir es hier ausgehalten. Anschließend haben wir den vielen Touristen- oder auch Backpackerinformationscentern einen Besuch abgestattet und uns über die vielen Attraktionen erkundigt. Netterweise haben wir dann einen Essensgutschein für eine irische Kneipe hier in der Stadt bekommen, welcher wir auch direkt am nächsten Tag einen Besuch abstatteten.

Freitag, um viertel vor 8 Uhr, wurden wir von einem kleinen Bus an der Ecke unseres Schlafplatzes eingesammelt und zu einem privaten Flug- und Landeplatz chauffiert. Ein neuer aufregender Ausflug sollte beginnen. Wir waren kaum angekommen, da wurde das erste Team schon vorbereitet - auf ihren Fallschirmsprung. Aus 14.000 Fuß (4,3 km) sollte es in einer Minute freien Falls wieder Richtung Erde gehen. Ein bisschen aufgeregt waren wir schon, als wir die ersten Landungen sahen. Gegen Mittag riefen Coops und Terry unsere Namen und rüsteten uns mit dem nötigen Equipment aus. Dann ging auch alles relativ schnell , eine kleine Propellermaschine flog mit uns in die Luft. Es dauerte eine Weile, bis wir die Zielhöhe erreichten. Wir befanden uns mitten über dem Great Baerrier Reef. In der kleinen Maschine stieg die Anspannung , als der Pilot uns darauf hinwies, dass es in einer Minute losgehen sollte. Alle Gurte wurden noch einmal festgezogen, die Brille über den Kopf gezogen und das letzte Mal noch der Ablauf durchgesprochen. Dann ging die Tür auf. Es ging alles so schnell. Philipp streckte ein Bein nach dem Anderen aus dem Flieger. Dann waren sie nicht mehr da .  Ich habe direkt losgeschrien, als er plötzlich nicht mehr neben mir saß:D Aber Zeit zum darüber nachdenken hatte ich nicht, denn auch ich sollte mich in die Tiefe stürzen . Wir flogen im Sturzflug auf die Erde zu, unter uns das Meer. Eine Minute lang dauerte der freie Fall, dann öffnete sich der Fallschirm sehr ruckartig . Ein wenig glitten wir gemeinsam mit den Fallschirmen durch die Lüfte und genossen den Anblick des Meeres und des angrenzenden Regenwaldes. Die Landung am Strand erfolgte dann auch etwas unsanft, aber man war dann wirklich froh, alles heil überstanden zu haben . Das war wirklich ein sehr, sehr aufregender Ausflug!

Am Wochenende genossen wir wieder das schöne Wetter, hauptsächlich an der Badelagune.

Vorgestern feierten wir den Geburtstag von meinem Papa , auch wenn wir ihn nicht bei uns hatten, dachten wir dennoch die ganze Zeit an ihn :)

Gestern morgen um 9 Uhr wurden wir erneut von einem kleinen Bus abgeholt, der uns zu unserem nächsten gebuchten Abenteuer brachte. Bungeejumping stand heute auf dem Plan. (Allerdings nur für Philipp). Mittem im Regenwald wurden wir an einem 50 Meter hohen Tower ausgesetzt. Bevor es für Philipp dann ernst wurde, machten wir gemeinsam den sogenannten 'Minjin Swing'. Wir wurden im Liegen an einem Seil in über 50 Meter Höhe gezogen, dann sollte ich an einem Seil ziehen, wodurch wir uns lösten uns in die Tiefe schossen. 120 km/h erreichten wir dabei. Anschließend bestiegen wir beide dann den Bungee-Turm. Von oben hatte man einen tollen Blick über den Regenwald und über Cairns, bis hin zum Meer . Mit einem Handtuch wurden Philipps Beine zusammengebunden, an welchem dann das Seil befestigt wurde. In kleinen Schritten ging es vorne an das Ende des Turms. Eines der Crewmitglieder zählte von 5 runter, dann sprang er in die Tiefe! Mit seinen Händen und den Haaren berührte er das Wasser unter dem Turm. Für mich ging es dann zu FUß wieder runter. Es hat ihm sehr viel Spaß gemacht, aber nun soll auch erstmal gut sein mit den riskanten Ausflügen.

23 Tage bleibt uns noch Zeit, das Auto loszuwerden und Cairns weiter zu erkunden. Mal sehen, was wir noch spannedes erleben werden. Seid alle gegrüßt!

12Juni
2013

die Wunder der Natur

Von Airlie ging es dann weiter nach Townsville, wo wir am Abend eintrafen und dann auch relativ erschöpft von der langen Fahrt waren. Am nächsten Morgen fuhren wir an der Esplanade entlang um den Strand zu begutachten. Auch hier standen wieder zahlreiche Warnschilder, die auf die hochgiftigen Quallen hinwiesen. Wir ließen uns an einer Lagune nieder und fuhren dann am Nachmittag weiter nach Ingham. Wir hielten in dem kleinen Ort, um die Nacht zu verbringen. Abends, bei Mc Donalds, machten wir Bekanntschaft mit Einheimischen, welche uns viel über die Gegend zu erzählen hatten. 

Am nächsten Tag machten wir uns früh auf zu dem Wallaman Wasserfall. Dies ist der längste Einzelwasserfall Australiens und ist UNESCO Weltnaturerbe. Die Fahrt dorthin war sehr unterhaltsam. Von der normalen Strasse ging es dann weiter auf einem Weg, wo man den freilaufenden Kühen ausweichen musste. Teilweise konnte man die Strasse kaum erkennen, da überall nur Kuhhaufen lagen:D Seelenruhig spazierten die Vierbeiner neben unserem Auto umher, einmal kam uns sogar eine ganze Herde entgegen, die uns dann aber zum Glück relativ schnell den Weg räumte. Dann ging es sehr kurvig weiter. Anders wären wir wohl so 'schnell' keine 300 Meter in die Höhe gekommen. Oben angekommen hatten wir eine sehr schlechte Sicht, wir konnten den Wasserfall zwar hören, sehen aber nicht. Es war sehr verhangen. Ein 2 Kilometer langer, steiler und steiniger Weg führte uns durch den Regenwald zum Fuße des Wasserfalls. Sehr durchnässt (es regnete stark) konnten wir den riesigen Wasserfall zum ersten Mal betrachten und sehen, wie die gewaltigen Wassermassen senkrecht in die Tiefe stürzten. Erschöpft waren wir vom anstrengenden Weg, dennoch hatte sich der Aufwand gelohnt. Es war ein unglaublich schöner Anblick. Wir plauderten eine Weile mit einem Reisenden aus Kanada und seinem Freund und machten uns dann wieder auf den Weg nach oben. Fast eine Stunde haben wir für die 2 Kilometer gebraucht. Umgekippte Bäume und dicke Felsbrocken mussten wir passieren. Schweiß gebadet schafften wir es dann aber dennoch und oben angekommen konnten wir feststellen, dass die Sicht mittlerweile um einiges besser war. So hatten wir also noch das Glück den Wasserfall von oben zu beschauen. Nach einer kalten Dusche, welche wir dort oben neben dem Toilettenhaus fanden, ging es dann wieder den Weg zurück nach Ingham. In Innisfail schlugen wir unser Nachtlager auf.

Dann fuhren wir weiter nach Babinda und schauten uns 'the boulders' an (dt.: die Felsblöcke). Diese Felsformationen, mittem im Regenwald, wurden durch den schnellfließenden Fluss geformt. Man findet hier einzigartige Wasserfälle und Badestellen, die durch die natürlichen Hindernisse, die Boulders, entstanden. Die einzelnen Felsblöcke sorgen dafür, dass das Wasser an einigen Stellen im Fluss aufgehalten wird. Durch die Fließgeschwindigkeit wurden die kantigen Flächen der Felsen von Zeit zu Zeit abgeschliffen, sodass sie mittlerweile so einzigartig aussehen. Philipp nahm ein Bad im klaren Wasser des Flusses.

Weiter ging es dann nach Cairns. Seit Montag sind wir hier. Wir schauten uns die Stadt an und stellten fest, dass es hier trotz der geringen Einwohnerzahl nicht anders ist, als in den Großstädten. Nirgends gibt es Parkplätze, auf denen wir kostenfrei stehen dürfen! Geparkt haben wir unser Auto in einer Straße, circa 2 Kilometer vom Strand entfernt. Das Klima hier ist sehr tropisch. Es ist durchgehend sehr warm, auch wenn von der Sonne mal jegliche Spur fehlt. Im Touristeninformationscenter waren wir auch schon und erkundigten uns über die Sehenswürdigkeiten hier in Cairns und in der Umgebung. Es gibt viel hier zu sehen und wirklich sehr viel Aktivitäten, die man hier machen kann. Vor allem liegt das Great Barrier Reef hier natürlich im Vordergrund und es gibt unendlich viele Unternehmen, die eine Reise inklusive Tauchgang dorthin anbieten.

Da wir uns nun genau 4 Wochen noch hier aufhalten werden, bis unser Flieger dann geht, hatten wir uns überlegt noch ein bisschen zu arbeiten, um uns noch etwas Geld nebenbei zu verdienen. Das Problem allerdings ist, dass sich so ziemlich alle Backpacker, die momentan Australien bereisen, hier im Norden auf Grund des Klimas aufhalten und natürlich alle Arbeit suchen. Wir haben bereits viel rumgefragt und Bewerbungen online verschickt. Mal sehen, ob wir noch fündig werden. Ansonsten gibt es ja wie gesagt auch noch jede Menge hier zu sehen. Langweilig wird uns demnach sicherlich nicht;) 

In den nächsten Wochen müssen wir uns wohl oder übel von unserem Van trennen. Eine Anzeige im Internet haben wir bereits vorbereitet und werden diese noch heute online stellen. 

Bis zum nächsten Mal, eure Schweden, Schweizer oder gelegentlich auch mal Deutsche, Nadine und Philipp.

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.